Die Aktion Kritischer Schüler_innen (AKS) ist eine progressive Organisation von Schüler_innen für Schüler_innen, die sich für eine Veränderung von Schule und Gesellschaft einsetzt.

Unser Ziel ist eine demokratische, sozial gerechte und angstfreie Schule. Gleichzeitig liegt es an uns für eine offene, solidarische und pazifistische Gesellschaft einzutreten, in der niemand aufgrund von Herkunft, Geschlecht, Äußerlichkeiten, sexueller Orientierung oder materiellen Hintergrund Vor- oder Nachteile hat.

Kritische Schüler_innen

Wir wollen alle Schüler_innen dazu motivieren, sich kritisch mit dem bestehenden Gesellschaftssystem auseinander zu setzen. Kritisch bedeutet für uns, alle Normen, Regeln und Konventionen stets zu hinterfragen und Selbstverständliches zu reflektieren. Dieses kritische Bewusstsein ist die Grundlage für das Denken und Handeln in Gesamtzusammenhängen und ermöglicht eine Auseinandersetzung mit aktuellen Entwicklungen sowohl auf regionaler als auch globaler Ebene.

So verstehen wir auch die Schule als einen Teil der Gesellschaft: Sie formt die nächste Generation und ist somit ein wesentlicher Faktor für die Entwicklung der Gesellschaft.

Schule ist kein Schicksal!

Was uns zu welchem und zu wessen Zweck beigebracht wird ist kein Zufall. Interessensgruppen wie z.B.: Wirtschaft, Parteien, Kirche und Medien wirken entscheidend auf Lehrmethoden und Inhalte ein. Es besteht offensichtlich wenig Interesse daran kritisch denkende Menschen mit Rückgrat heranzubilden.

Wir treten für eine ausreichende staatliche Finanzierung des Bildungswesens ein. Eine Aufweichung der Chancengleichheit und die Einschränkung der frei zugänglichen und qualitativ hochwertigen Bildung muss entschieden zurückgewiesen werden.

YA BASTA!

Die Interessen und Rechte von uns Schüler_innen können nur durchgesetzt werden, wenn wir uns gemeinsam, konsequent und organisiert dafür einsetzen.

Alle Schüler_innen, die sich grundsätzlich mit unseren Ideen identifizieren, können ihrem Ermessen nach bei uns aktiv an deren Verwirklichung mitgestalten. An oberster Stelle steht das flexible, spontane, kreative und zielorientierte Agieren direkt an den Schulen (z.B.: in der Schüler_innenvertretung, AKS-Schulgruppen, SchülerInnenzeitung), in der überschulischen Schüler_innenvertretung und auf der Straße (Materialien verteilen, Demos, etc). Weiters bringen wir uns in soziale Bewegungen (z.B.: Themen wie Antirassismus, Globalisierungskritik) ein, die mit unseren gesellschaftlichen Vorstellungen im Einklang stehen, und streben ein vernetztes Vorgehen mit diesen an.

Die AKS ist die Interessensvertretung für Schüler_innen, unterstützt eigenständige Schüler_innenprojekte, veranstaltet Seminare und Feste, und bietet darüber hinaus Informationen und Hilfestellungen für den (Schul-)Alltag sowie Fortbildung abseits der Schule. Unsere Arbeit ist projekt-, kampagnen- und gruppenorientiert und wird durch Publikationen unterstützt. Regelmäßige Treffen dienen der Diskussion aktueller und grundsätzlicher Fragen.

Die Kraft, die wir brauchen, bekommen wir aus dem Strom, gegen den wir schwimmen!

GRUNDSÄTZE

Die aks-Linz ist eine Organisation von Schüler_innen für Schüler_innen aus Oberösterreich, die sich aktiv für eine Veränderung von Schule und Gesellschaft einsetzt. Das Ziel ist eine angstfreie, demokratische und sozial gerechte Schule und Gesellschaft. Um dies zu erreichen, nennen wir Ungerechtigkeit und Missstände beim Namen und zeigen Zähne, falls notwendig.

Wir verstehen die Schule als Teil der Gesellschaft. Die Schüler_innen von heute sind die Gesellschaft von morgen. Wer die Gesellschaft verändert, wirkt auch auf die Schule ein und umgekehrt. Durch Aktionen, Demonstrationen und Kampagnen treten wir aktiv gegen Sexismus, Rassismus, Homophobie und Neoliberalismus auf.

In der Schule läuft vieles falsch. Wir setzen uns kritisch mit dem Schulsystem auseinander und hinterfragen die Normen und Regeln, die uns in der Schule eingetrichtert werden. Unser Ziel ist es, möglichst viele Schüler_innen in Oberösterreich zu bewegen, sich für ihre Interessen und Ideen stark zu machen.

In der aks – Linz kannst du nichts werden, bei uns bist du wer! Die aks – Linz ist eine offene Organisation, in der alle SchülerInnen aus Oberösterreich eingeladen sind, sich für Schüler_inneninteressen stark zu machen und zu engagieren.

WAS WIR FORDERN

Das Ziel der aks ist es, die Schule im Sinne der Schüler_innen zu verändern. Viel zu oft orientiert sich die Schule an den Bedürfnissen von PolitikerInnen und der Wirtschaft anstatt uns Schüler_innen. Wir setzen uns für eine angstfreie, demokratische und sozial gerechte Schule ein.

Demokratische Schule
Wir verbringen zwar den ganzen Tag in der Schule, Mitbestimmungsmöglichkeiten haben wir jedoch kaum. Die Schüler_innenvertretung hat nur beschränkte Möglichkeiten auf den Schulalltag einzuwirken. Durch das fehlende Mitspracherecht fällt es den Verantwortlichen leicht, unsere Interessen zu ignorieren. Selbst beim Lehrplan und bei der Entscheidung was wie unterrichtet wird, haben wir Schüler_innen kein Mitspracherecht. Wir wollen eine Schule, die wir nach unseren Interessen mitgestalten können und die sich an unseren Bedürfnissen orientiert nicht umgekehrt.

Angstfreie Schule
Viele SchülerInnen haben oft Angst vor der Schule. Angst vor Prüfungen, Tests und Schularbeiten. Angst davor „Sitzenzubleiben“. Angst nimmt Lernfreude und Motivation. In unseren Augen darf die Schule kein Ort der Angst und des Schreckens sein. Schüler_innen sollen sich neues Wissen aneignen und sich ihren Interessen entsprechend entfalten können. In der Schule soll nicht wegen oder aus Angst vor einer Note gelernt werden, sondern aus Interesse und persönlicher Motivation.

Sozialgerechte Schule
In unserem Bildungssystem haben sozial schwächere Schüler_innen nicht dieselben Chancen wie Kinder aus sozial höheren Schichten. Dies wird anhand der Daten der letzten Volkszählung belegt: Mehr als drei Viertel (77,3 Prozent) der zwölfjährigen Kinder aus Akademiker_innenfamilien besuchen das Gymnasium. Hingegen in Familien, in denen die Eltern nur einen Pflichtschulabschluss haben, besuchen 82,8 Prozent der Zwölfjährigen die Hauptschule. Wir wollen eine Schule in der Fähigkeiten, Stärken und Interessen und nicht die soziale Herkunft entscheidend sind.

Schule braucht Veränderung
Um eine angstfreie, demokratische und sozialgerechte Schule zu verwirklichen, bedarf es Veränderungen in unserem Schulsystem. Viele der genannten Probleme können sicher nicht von heute auf morgen gelöst werden, doch muss endlich damit begonnen werden. Im Menüpunkt Themen findest du unsere Vorschläge und Ansichten zu verschiedensten Themen mit denen wir uns auseinander setzen.

ANTIRASSISMUS

Rassismus ist ein alltägliches Thema. Egal wo und wann Rassismus ist seit Jahrhunderten aktuell. Doch warum ist das so? Wodurch entsteht Fremdenfeindlichkeit und warum wird sie vonseiten der Gesellschaft geduldet? Regelmäßig werden wir mit Rassismus konfrontiert, sei es nun eine beleidigende Bemerkung in der Straßenbahn, eine diskriminierende Anzeige in der Zeitung oder sogar gewalttätige Übergriffe, die wir beim Fortgehen beobachten.

Alltagsrassimus & Vorurteile

Vorurteile sind der Grundstein für Rassismus. Falsche Tatsachen werden durch die Gesellschaft transportiert und führen dazu, dass diese fälschlicherweise häufig als wahr angesehen werden. Vorurteile werden oft ungeprüft übernommen und im Alltag gegen bestimmte Gesellschaftsgruppen verwendet, dass viele Vorurteile jedoch einfach nicht der Wahrheit entsprechen ist vielen nicht bewusst. Jedoch jede_r hat, negative sowie positive Vorurteile. Positive Vorurteile richten keinen Schaden an. Glaubt beispielsweise jemand, dass alle Italiener_innen gute Köche_innen sind, so ist das zwar eine falsche Annahme, diskriminiert jedoch niemanden. Vorurteile sind vorschnelle, meist auf ein ganzes Volk oder eine bestimmte Gruppe umgelegte Urteile. Werden Vorurteile von einem Großteil der Bevölkerung vertreten, so richten sie Schaden an und bilden einen idealen Nährboden für Rassismus.

Institutioneller Rassismus

Rassismus bekommen Migrant_innen jedoch nicht nur von der Gesellschaft zu spüren! Gerade vom Staat werden sie auf keinen Fall gefördert, sondern eher das Gegenteil. Probleme bei der Arbeitssuche, kleine, heruntergekommene Wohnungen zu hohen Preisen sind für viele Migrant_innen der Alltag. Als nicht europäischer Bürger gibt es viele Hindernisse um eine Arbeitsbewilligung überhaupt zu bekommen. Meist haben Migrant_innen Jobs bei denen sie unter schlechten Bedingungen (zu hohe Stunden_innenanzahl, schlecht bezahlt) schwere körperliche Arbeiten verrichten müssen. Bei der Wohnungssuche sind sie oft auf private Vermieter_innen angewiesen, die meist höhere Mieten als Gemeindebauten fordern, von denen Migrant_innen jedoch wieder ausgeschlossen werden. So ist es besonders schwer für MigrantInnen Fuß in Österreich zu fassen. Kleine Wohnungen, schlechte Arbeit und Diskriminierung erleichtert Migrant_innen nicht gerade den Start in einem neuen Land.

Rassismus im Alltag

Vor allem im Alltag gibt es Diskriminierung, die von den Leuten meist gar nicht wahrgenommen wird. Ein gutes Beispiel dafür ist die Sprache. Viele Redewendungen, die als „normal“ angesehen werden haben diskriminierenden Hintergrund. „schwarz Fahren“ „Neger sein“ „Moor im Hemd“…usw. Bücher wie „Die 10 kleinen Negerlein“ und Spiele wie „Wer hat Angst vorm schwarzen Mann“ werden den Kindern bereits im Kindergarten gelernt. Sprache ist ein wichtiger Teil unseres Lebens und gerade darum ist es notwendig sich der Bedeutung solcher Wörter und Redewendungen im Klaren zu sein und diese bewusst nicht mehr anzuwenden.

Rassismus & Medien

Wer kennt sie nicht, Schlagzeilen wie: „Schwarzer Drogendealer_in gefasst“ oder „Ausländer_innenbande beging mehrere Überfälle“. Tag für Tag können wir diese in den Medien lesen, dass dabei besonders die Nationalität der Täter herausgehoben wird ist wohl kein Geheimnis. Von positiven Ereignissen ist jedoch kaum die Rede. Wen interessiert ein Schwarzer, der einer alten Frau das Leben gerettet hat? Laut den Medien scheint es haufenweise Ausländer_innen zu geben, die kriminell sind und genauso entstehen Vorurteile in den Köpfen der Menschen. Wer nur negatives in der Zeitung liest oder in den Nachrichten sieht kann sich nur schwer eine neutrale Meinung über eine Volksgruppe bilden. Vorurteile oder schlechte Erfahrungen werden durch vorgefärbte Berichterstattung nur gefestigt oder begünstigt.

Auch im Fernsehen kommen Migrant_innen kaum oder nur in negativen Rollen vor. Kaum ein Spielfilm beschäftigt sich mit dem Thema.

GLEICHBERECHTIGUNG

Frauen schminken sich und Männer verändern die Welt? Eine schrecklich veraltete Vorstellung finden wir und darum setzen wir uns seit Jahren für die Gleichberechtigung der Geschlechter ein.Doch die durch die Gesellschaft transportierten Rollenbilder können nur durch kollektives Bewusstsein zur Geschichte gemacht werden. In diesen Sinne: Get feminist!

SISTERS UNITED!

Wir, die aks-Linz, verstehen uns als feministische Organisation. Unser Anliegen ist es, uns aktiv für Gleichberechtigung einzusetzen. Jetzt stellt sich natürlich die Frage, warum? Warum wollen wir uns überhaupt für Gleichberechtigung einsetzten? Sind Frauen denn nicht schon längst gleichberechtigt?

Gleichberechtigt?

Manche Menschen scheinen eine etwas komische Definition von Gleichberechtigung zu haben. Denn die Welt in der wir leben, wird überwiegend von Männern geprägt, obwohl Frauen mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung darstellen. Fakt ist, Frauen verdienen auch noch 2006 – mitten im schönen Österreich – bis zu einem Drittel weniger als Männer. Fakt ist auch, dass von den weltweit 1,3 Milliarden Menschen, die in akuter Armut leben (weniger als 1 US-Dollar pro Tag), 70 Prozent Frauen sind. Außerdem sind 99 Prozent des Gesamteigentums auf der Welt in den Händen von Männern und nur 10 Prozent des Welteinkommens gehen an Frauen, während von den Kindern die keinen Zugang zu Bildung haben 2/3 Mädchen sind.

Gesellschaft und Rollenbilder

Doch genug mit Zahlen & Fakten, schließlich geht es noch um viel mehr. Es geht darum, als Frau auch im Alltag selbstbewusst auftreten zu können und die eigene Meinung zu vertreten, ohne als „Kampf Emanze“ zu gelten, und um das Aufbrechen der sogenannten Rollenverteilung.
Mädchen = eher brav, fleißig, ruhig, mag Sprachen und Handarbeit?
Junge = unruhig, laut, aggressiv, mag Mathe und Technik?
Eine Gesellschaft, in der es normal ist, wenn ein Junge gerne Volksschullehrer oder Kindergärtner werden möchte oder ein Mädchen eine Ausbildung zur Elektrikerin machen will, gilt es zu erreichen. Das Geschlecht darf nicht ein primärer Fakor bei der späteren Berufswahl sein.

Get feminist!

Deshalb und aus vielen vielen anderen Gründen beteiligt sich die aks-Linz an dem vor ungefähr 2 Jahren gegründeten „Linzer Frauennetzwerk“, bestehend aus 4 Linzer Jugendorganisationen. Neben der aks-Linz beteiligt sich auch die SJ-Linz sowie der Vsstö-Linz und die IKS. Die aks-Linz versucht ihren Beitrag zu einer gerechteren Welt zu leisten, indem verschiedene Aktionen geplant beziehungsweise Diskussionsveranstaltungen oder Seminare veranstalten werden. Doch auch gerade die inhaltich fundierte Auseinandersetzung mit dem Thema Gleichberechtigung ist der aks-Linz wichtig. Aus diesem Grund finden im Rahmen des Linzerfrauennetzwerks oder auch von WAMs (wöchentliche Aktivist_innenmeetings, mehr dazu unter Aktivitäten) regelmäßig Treffen statt um sich mit dem Themenkomplex Gleichberechtigung auseinanderzusetzen. Zum Beispiel mit: Feminismus, die Situation von Frauen auf dem Arbeitsmarkt oder Pornographie.

Aktivitäten

Die aks-Linz versucht natürlich auch, inhaltliche Themen mit Spaß zu verbinden, und deshalb fanden im April 2006 und im März 2009 die beiden lang ersehnten „Feministischen Seminar“e statt. Es konnten 2 verschiedene Workshops zu den Themen „Feministische Ökonomie“ und „Frauen und Politik“ angeboten werden, die von über 30 motivierten jungen Frauen besucht wurden. Am Abend hieß es dann Feiern bis in die frühen Morgenstunden mit feinster Musik von der eigenen Djane.
Doch nicht nur wir Frauen diskutieren untereinander, oft sind auch Männer eingeladen um mitzudiskutieren und zu feiern.
Ein anderes Mal lud sich das Linzer Frauennetzwerk Johanna Dohnal, ehemalige und erste Frauenministerin Österreichs ein, um mit ihr einen spannenden Nachmittag zu verbringen, und abends mit der Musik von Mono, von dem Dancehall-Duo Mono und Nikitaman, zu feiern.
Dies sind nur einige der bisherigen Aktivitäten als Linzer Frauennetzwerk, die vielleicht einen kleinen Einblick in unsere Arbeit geben können.

Sisters Unite!

Also, falls du Lust bekommen hast uns einmal zu besuchen und dir mal selbst ein Bild zu machen, oder du vielleicht einfach nur zu einem bestimmten Thema eine Frage hast oder Infos brauchst, bist du herzlich eingeladen!
Melde dich einfach office@aks-linz.at oder www.stahlstadtfrauen.at

SCHULE & BILDUNG

Eine erste Frage muss mensch sich als erstes stellen, wenn er/sich mit dem Thema Bildung auseinander setzt. Nämlich „Was bedeutet Bildung? bzw. Was ist das Ziel von Bildung?“ Denn ein Bildungssystem wie unsere Schule, sollte ein zugrunde liegendes Konzept mit klaren Zielen aufweisen.

Grundsätzlicher Bildungsansatz

Als aks-Linz sehen wir Bildung als wichtigstes Element um gesellschaftlichen wie technischen Fortschritt zu ermöglichen, auszubauen und verantwortungsvoll damit umzugehen.

Es geht nicht nur darum in die Schule zu gehen und danach einen Beruf zu erlernen. Das Ausleben und Austesten von persönlichen Interessen sowie die weitere persönliche Entwicklung müssen genauso Ziele und Aufgaben der Schule sein. Aus diesem Grund ist Bildung eines der wichtigsten Güter unserer Gesellschaft. Die aktuelle Entwicklung gerade im Bildungsbereich massive Einsparungen zu tätigen (Stundenkürzungen, Studiengebühren, Kürzungen der Schulbudgets etc.) ist schadet somit der Entwicklung des gesamten Landes.

Wissen muss in der Schule objektiv vermittelt werden. Diese Objektivität kann jedoch nur gewährleistet sein, wenn Schulen finanziell unabhängig sind. Der schleichende Einzug der Privatwirtschaft in unser Bildungssystem (Sponsering, Finanzierung- und Betrieb von Schulen durch Firmen etc.) gefährdet somit eines der wichtigsten Schulziele: Objektive Wissensvermittlung. Doch die objektive Wissensvermittlung muss nicht nur gegen Interessen von Firmen verteidigt werden. Auch Religionen dürfen keinen Einfluß auf unser Schulsystem haben. Religionsunterricht, egal ob katholisch oder islamisch, soll für interessierte außerhalb des normalen Schulwesens organisiert werden.

Zusammengefasst die Ziele des Schulsystems:

Wissensvermittlung als Instrument für gesellschaftlichen wie technischen Fortschritt umfassende Bildung, nicht nur für die Berufswelt vorbereitet werden objektive Wissensvermittlung (frei von wirtschaftlichen wie religiösen Interessen).

Gleiches Recht auf Bildung für alle

Die ganzheitliche Bildung für alle ist noch lange keine Realität, noch immer hängen die Bildungschancen von Schüler_innen in Österreich von der sozialen Stellung der Eltern und vom Geschlecht ab. Soziale Selektion bedeutet Möglichkeit auf Bildung in Abhängigkeit von Herkunft der Kinder, Religion, sozialer Schicht, Geschlecht und vermeintlichen Behinderungen. Soziale Selektion fördert Bildungseliten und Ungleichheiten im Bildungssystem.

Auch die frühe Entscheidung zwischen AHS und Hauptschulen hängt in vielen Fällen von der finanziellen Situation der Eltern ab. Die frühzeitige Trennung des Bildungsweges in AHS, und HS stellt SchülerInnen vor eine Entscheidung, welche in vielen Fällen zu Frustration im Verlauf der Ausbildung führt. Darum setzt sich die AKS für die Gesamtschule ein, sie soll die individuelle Förderung und gleichzeitig den gemeinsamen Bildungsweg auf dem gleichen Niveau garantieren.

Gleichberechtigtes Bildungssystem

Seit der Einführung der generellen Schulpflicht durch Maria Theresia gibt es zwischen Frauen und Männer Bildung bis heute enorme Unterschiede. Mädchen werden unterschiedlich benotet, erhalten weniger Aufmerksamkeit der Lehrer_innen, werden von Schülern öfter unterbrochen, finden sich vorwiegend in Hauswirtschaftlichen Schulen und stellen einen wesentlich geringeren Anteil an Studienabgängerinnen als Männer.

Ganztätige Betreuung

In der immer leistungsbetonteren Arbeitswelt gibt es für viele Eltern nicht mehr die Möglichkeit ihre Kinder schon zu Mittag von der Schule abzuholen. Um den Kindern trotzdem eine adäquate Betreuung zu garantieren und sie nicht vor dem Fernseher versumpfen zu lassen fordert die AKS eine umfassende Schulreform und die Gestaltung einer Ganztagsschule. Diese soll den Schüler_innen den Lebensraum Schule angenehmer gestalten mit flexiblerer Einteilung des Unterrichts und Stundenzeiten.

Schule und MigrantInnen

Migrant_innen sind eine weitere Gruppe, die vom bisherigen Bildungssystem nicht beachtet und diskriminiert werden. MigrantInnen Kinder finden sich vorwiegend in Hauptschulen und haben kaum Zugang zu höherer Bildung. Integration ist meist zu einem großen Prozentsatz von der Sprache abhängig, darum sollten Kinder mit MigrantInnen Hintergrund ihre Erstsprache erlernen dürfen um dann auch Deutsch als zweit Sprache zu erlernen. Außerdem stellt die Trennung der Schüler_innen aus Österreich und der Migrant_innen in unterschiedliche Schule widerspricht jeder Integration.

Integration betrifft auch Kinder mit Behinderungen, darum muss jede Schule die Infrastrukturen für diese Kinder bereit stellen und Schüler_innen mit Behinderungen dürfen nicht in speziellen Klassen isoliert werden, sondern sollten mit gleichaltrigen SchülerInnen in den selben Klassen sitzen können.

Sitzenbleiben abschaffen

Das AKS Schulmodell sieht kein Sitzenbleiben mehr vor, da durch diese Maßnahme die Schüler_innen aus ihrem gewohnten Umfeld gerissen und ein ganzes Jahr verlieren. Stattdessen sollen die Schüler_innen mit einem Nicht Genügend ins nächste Schuljahr aufsteigen und in dem negativ abgeschlossenen Fach wiederholen.

Die Benotung sollte Auskunft über die Fortschritte der Schüler_innen geben dafür sind die bisherigen Zahlen unzureichend. Die AKS möchte daher eine Beurteilung der Fortschritte mit Worten durchsetzten, um genauere Auskünfte geben zu können.

Demokratie und Mitbestimmung

Demokratie bedeutet vor allem Mitbestimmung auf allen Ebenen und Engagement zur Durchsetzung von Veränderungen. Im derzeitigen Schulsystem gibt es diese aber nur unzureichend. Die Stundenpläne werden ohne Berücksichtigung auf Neuerungen und ohne Beachtung der Bedürfnisse der SchülerInnen. Auch die Mitbestimmung der Schüler_innen während des Unterrichts ist bis heute kaum umgesetzt.

Wenn sich Schüler_innen schon bewerten lassen müssen, so sollte es auch für Lehrer_innen Pflicht sein sich einmal pro Semester einer schriftlichen oder mündlichen Evaluierung zu stellen. Dies kann nur förderlich für den Unterricht sein und dient zur Anhörung der Ideen und Verbesserungsvorschläge der SchülerInnen. Ein schriftliches Lerher_innenfeedback, sollte an jeder Schule verpflichtend durchgeführt werden müssen.

Schüler_innenvertretungen sind in den meisten Schulen bereits umgesetzt, doch liegt ihre Entscheidungsgewalt und das Potenzial für Durchsetzung von Projekten lässt sich noch wesentlich steigern. Der SchülerInnnen Gemeinschaftsausschuss in dem VertreterInnen von Schüler_innnen, LehrerInnen und Eltern sitzen entscheidet über alle Reformen und Vereinbarungen, welche die Schulgemeinschaft betreffen. Zusätzlich zum SGA sollte es für die Schüler_innen die Möglichkeit geben auf breiter Ebene demokratisch zu entscheiden. SchülerInnen stellen bei weitem den größten Anteil an Beteiligten in den Schulen und doch haben sie die gleiche Stimmenanzahl wie die Eltern und Lehrer_innen. Um alle SchülerInnen in die Entscheidungen einzubinden streben wir die Möglichkeit von Schulparlamenten an.

Mitbestimmung sollte auch gelernt werden und deshalb muss wie bereits festgelegt in jedem Fach ein Teil der Zeit zu politischer Bildung verwendet werden. Schüler_innen sollten dieses Angebot einfordern.

Lehrer_innen sehen sich selbst und werden meist auch so wahrgenommen als wären sie Autoritäten, die das schulische Leben regieren. Um diese Rollenklischees abzubauen müssen LehrerInnen von autoritären Unterrichtsstil ablassen. Neue Unterrichtspädagogik, Methoden und Praktiken werden dabei helfen die starren und veralteten Strukturen aufzuheben und Schüler_innen mehr als Schützlinge und gleichwertige PartnerInnen zu sehen. Dazu dient des weiteren eine Reduzierung der Schüler_innenzahlen pro Klassen um die Förderung einzelner Schüler_innen forcieren zu können. Im Mittelpunkt der neuen Schule sollten die Schüler_innen als Menschen und nicht als auf Erfolg reduzierte Leitstungstiere stehen.

RELIGION & SCHULE

Hände falten Goschn halten

Die aks beschäftigt sich im Zuge ihrer Kampagne „Hände falten, Gosch’n halten“ mit dem starken Einfluss von Religionen auf österreichische Schulen. Schon alleine weil dieser Einfluss die freie Meinungsbildung der Schüler_innen einschränkt, ist dieser abzulehnen. Im österreichischen Schulsystem spielt Kirch, vor allem die römisch katholische Strömung, eine zentrale Rolle. Verschiedenste Organisationen werden vor die Türen der Schule gesetzt, um den Anschein eines „geschützten Raumes ohne Beeinflussung von Außen“ zu wahren. Der Kirche wird jedoch Tür und Tor geöffnet, sie darf sogar eigenen Schulen betreiben.

Trennung von Kirche und Staat

Schon ab der ersten Klasse Volksschule bis hin zur Abschlussklasse bekommt die römisch-katholische Kirche Stunden zur Verfügung gestellt, in denen sie ihre Werte und Normvorstellungen unterrichten darf. Dabei wird aber auf Kritik verzichtet. Die ReligionslehrerInnen werden von der Kirche bestimmt. Diese kirchliche Lizenz kann jedoch auch wieder entzogen werden – wenn der/die LehrerIn nicht kirchentreu genug unterrichtet. Bezahlt werden diese LehrerInnen vom Staat, wie alle anderen auch, doch kontrolliert werden die Relihionslehrer_innen wenig. Nicht selten soll es vorkommen, dass im Religionsunterricht Anti-Abtreibungsfilme oder Verharmlosungen des Austrofaschismus zur Schau gestellt werden. Selbst der Inhalt der teuren Religionsbücher wird von der Kirche, bezahlt werden diese allerdings, abgesehen vom Selbstbehalt, ebenfalls vom Staat. Hier kommt der römisch-katholischen Kirche und ihren Lehren eine große Macht zu. Noch mehr Macht besitzt die Kirche jedoch in ihren katholischen Privatschulen. Hier kann sich die Kirche alle Lehrer_innen und die Schüler_innen selbst aussuchen. Somit ist de facto gewähreistet, dass in diesen Privatschulen, den Schüler_innen die christliche Moral aufgezwungen wird. Auch grenzen diese Schulen SchülerInnen mit anderem Glaubensbekenntnis aus. Die laut Verfassung festgeschriebene Trennung zwischen Kirche und Staat, verschwimmt im Bildungssektor sehr stark.

Längst Vergangenheit

Auch die Kreuze in den Klassen sind ein klassisches Beispiel für den enormen Einfluss des christlichen Glaubens auf unser Schulsystem. Die Kreuzdebatte, welche bereits seit seit den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts existiert und immer wieder aufflammt, zeigt wohl am deutlichsten wie wenig auf die Trennung zwischen Kirche und Staat im Bildungswesen geachtet wird. Der deutsche Verfassungsgerichtshof erklärte 2008 in Klassen aufgehängt Kreuze als verfassungswidrig.
Im politischen Spektrum findet sich keine einzige Partei, die offen zur Kritik an der Vormachtstellung der römisch-katholischen Kirche aufruft – auch das ein Indiz für den Einfluss auch hohe politische EntscheidungsträgerInnen.

Konkordat abschaffen

Der wichtigste Schritt um eine Trennung zwischen Kirche und Staat Realität werden zu lassen, ist die Aufkündigung des Konkordats. Das Konkordat (so wird ein Vertrag zwischen der römisch-katholischen Kirche und eine Staat genannt) sichert dem Katholizismus die Einflussnahme auf das Bildungssystem vertraglich ab. Das Konkordat wurde im Zuge des Austrofaschismus unterzeichnet und in den 50er Jahren in einer veränderten Form ratifiziert. Kirchliche Veranstaltungen wie beispielsweise der Schulgottesdienst und die gemeinsame Erstkommunion in der Volksschule sind in diesem Abkommen geregelt. Der Staat muss seine Entscheidungssouveränität gegenüber der Kirche wieder erlangen, deshalb fordern wir

Kirche raus aus der Schule

UNSERE FORDERUNGEN
• Kirche raus aus der Schule und aus allen pädagogischen Einrichtungen
• Religionsunterricht in der Schule abschaffen
• Schulgottesdienst abschaffen
• Konkordat abschaffen
• (konfessionelle) Privatschulen abschaffen
• Kirche raus aus der Öffentlichkeit
• Keine religiösen Symbole an Pädagog_innen.
• Verbot von jeglichen religiösen Veranstaltungen, die zur aktiven Mitgliedschaft verpflichten

GLEICHES RECHT FÜR GLEICHE LIEBE

„Das ist doch schwul“- Diesen Satz hört mensch nicht allzu selten. Für viele junge Menschen ist „schwul“ – bewusst oder unbewusst – ein negativ besetztes Wort geworden. Den meisten ist es gar nicht bewusst, dass sie mit solchen aussagen Menschen diskriminieren…

Homosexualität, Bisexualtität und Trans-Gender

„Das ist doch schwul“- Diesen Satz hört mensch nicht allzu selten. Für viele junge Menschen ist „schwul“ – bewusst oder unbewusst – ein negativ besetztes Wort geworden. Den meisten ist es gar nicht bewusst, dass sie mit solchen aussagen Menschen diskriminieren.

Andere betrachten Homosexualität bis heute „als krank“ oder „falsch gepolt“, manche Männer würden sogar soweit gehen und zu behaupten Lesben „wissen nicht was guter Sex ist“.

Die aks-Linz will mit solchen Vorurteilen gegenüber Homosexualität, Bisexualität und Trans-Gender Personen aufräumen, denn rund 10 % der Bevölkerung sind homosexuell und doch werden Homosexuelle in der Gesellschaft diskriminiert oder überhaupt nicht wahrgenommen.
Homosexualität & Schule
Gerade in der Schule und während der Pubertät ist es für homosexuelle Jugendliche schwierig ihre Sexualität offen zu leben, denn der Gruppendruck lässt es nicht zu anders zu sein. Aussagen wie „Du, Schwuchtel“, die unter halbwüchsigen Jungs, schon öfters mal fallen, ermuntern sicher niemanden zu einem „Coming-out“.

Anstatt Vorurteile zu klären und im Unterricht das Thema Homosexualität aufzugreifen, wird die Situation oftmals mit abfälligen Bemerkungen von manchen LehrerInnen verschlimmert. Homosexualität kommt im Lehrplan eigentlich nicht vor. In Biologie erfahren wir zwar wie Sex zwischen heterosexuellen Menschen funktioniert aber Homosexualität wird dabei nicht erwähnt. Auch im Deutschunterricht hat mensch das Gefühl als existieren nur Liebesgeschichten zwischen Mann und Frau à la Romeo und Julia. Selbst in Geschichte könnte mensch meinen, dass Homosexualität ein „Phänomen“ der 60-ger Jahre ist, denn im Unterricht wird nicht erwähnt, dass es auch schon vorher berühmte Personen gab die Homosexuell waren. (zB Alexander der Große, DaVinci).

In Österreich wird durch die Kirche und auch durch konservative und rechtspopulistische Parteien eine Stimmung gegen Homosexualität, Bisexualität und Trans-Gender geschaffen. Nicht nur durch Diskriminierung in der Gesellschaft, gerade auch im rechtlichen Bereich sind homosexuelle Paare immer noch nicht gleichgestellt. Wir leben immerhin schon im 21. Jahrhundert und alles ist „fortschrittlich“ nur im Bezug auf Sexualität scheint unsere Gesellschaft Rückschritte zu machen, darum setzt sich die aks für eine Gesellschaft und vor allem für eine Schule ohne Vorbehalte und Vorurteile ein, denn es sollte eigentlich keine Frage mehr sein ob Mann & Frau, Mann & Mann oder Frau & Frau.