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Religion & Schule

Hände falten Goschn halten
Die aks beschäftigt sich im Zuge ihrer Kampagne „Hände falten, Gosch’n halten“ mit dem starken Einfluss von Religionen auf österreichische Schulen. Schon alleine weil dieser Einfluss die freie Meinungsbildung der Schüler_innen einschränkt, ist dieser abzulehnen. Im österreichischen Schulsystem spielt Kirch, vor allem die römisch katholische Strömung, eine zentrale Rolle. Verschiedenste Organisationen werden vor die Türen der Schule gesetzt, um den Anschein eines „geschützten Raumes ohne Beeinflussung von Außen“ zu wahren. Der Kirche wird jedoch Tür und Tor geöffnet, sie darf sogar eigenen Schulen betreiben.
Trennung von Kirche und Staat
Schon ab der ersten Klasse Volksschule bis hin zur Abschlussklasse bekommt die römisch-katholische Kirche Stunden zur Verfügung gestellt, in denen sie ihre Werte und Normvorstellungen unterrichten darf. Dabei wird aber auf Kritik verzichtet. Die ReligionslehrerInnen werden von der Kirche bestimmt. Diese kirchliche Lizenz kann jedoch auch wieder entzogen werden – wenn der/die LehrerIn nicht kirchentreu genug unterrichtet. Bezahlt werden diese LehrerInnen vom Staat, wie alle anderen auch, doch kontrolliert werden die Relihionslehrer_innen wenig. Nicht selten soll es vorkommen, dass im Religionsunterricht Anti-Abtreibungsfilme oder Verharmlosungen des Austrofaschismus zur Schau gestellt werden. Selbst der Inhalt der teuren Religionsbücher wird von der Kirche, bezahlt werden diese allerdings, abgesehen vom Selbstbehalt, ebenfalls vom Staat. Hier kommt der römisch-katholischen Kirche und ihren Lehren eine große Macht zu. Noch mehr Macht besitzt die Kirche jedoch in ihren katholischen Privatschulen. Hier kann sich die Kirche alle Lehrer_innen und die Schüler_innen selbst aussuchen. Somit ist de facto gewähreistet, dass in diesen Privatschulen, den Schüler_innen die christliche Moral aufgezwungen wird. Auch grenzen diese Schulen SchülerInnen mit anderem Glaubensbekenntnis aus. Die laut Verfassung festgeschriebene Trennung zwischen Kirche und Staat, verschwimmt im Bildungssektor sehr stark.
Längst Vergangenheit
Auch die Kreuze in den Klassen sind ein klassisches Beispiel für den enormen Einfluss des christlichen Glaubens auf unser Schulsystem. Die Kreuzdebatte, welche bereits seit seit den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts existiert und immer wieder aufflammt, zeigt wohl am deutlichsten wie wenig auf die Trennung zwischen Kirche und Staat im Bildungswesen geachtet wird. Der deutsche Verfassungsgerichtshof erklärte 2008 in Klassen aufgehängt Kreuze als verfassungswidrig.
Im politischen Spektrum findet sich keine einzige Partei, die offen zur Kritik an der Vormachtstellung der römisch-katholischen Kirche aufruft – auch das ein Indiz für den Einfluss auch hohe politische EntscheidungsträgerInnen.
Konkordat abschaffen
Der wichtigste Schritt um eine Trennung zwischen Kirche und Staat Realität werden zu lassen, ist die Aufkündigung des Konkordats. Das Konkordat (so wird ein Vertrag zwischen der römisch-katholischen Kirche und eine Staat genannt) sichert dem Katholizismus die Einflussnahme auf das Bildungssystem vertraglich ab. Das Konkordat wurde im Zuge des Austrofaschismus unterzeichnet und in den 50er Jahren in einer veränderten Form ratifiziert. Kirchliche Veranstaltungen wie beispielsweise der Schulgottesdienst und die gemeinsame Erstkommunion in der Volksschule sind in diesem Abkommen geregelt. Der Staat muss seine Entscheidungssouveränität gegenüber der Kirche wieder erlangen, deshalb fordern wir
Kirch raus aus der Schule
Unsere Forderungen
• Kirche raus aus der Schule und aus allen pädagogischen Einrichtungen
• Religionsunterricht in der Schule abschaffen
• Schulgottesdienst abschaffen
• Konkordat abschaffen
• (konfessionelle) Privatschulen abschaffen
• Kirche raus aus der Öffentlichkeit
• Keine religiösen Symbole an Pädagog_innen.
• Verbot von jeglichen religiösen Veranstaltungen, die zur aktiven Mitgliedschaft verpflichten
PRESSEAUSSENDUNGEN
- 08.06.2010 / Ist ihnen die Leine gerissen, Herr Pühringer?
- 07.06.2010 / Gratis Nachhilfeangebot der AKS voller Erfolg
- 20.05.2010 / Mehr Mitbestimmung jetzt - Wir wollen ein Gesamtpaket!












