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28.01.2010<<< zurück

Gesamtschule sagt der Hausverstand

Utl.: AKS-Linz fordert endlich gleichen Bildungszugang für alle und steht der Debatte um die ‚Neue Mittelschule’ kritisch gegenüber.

 

Als „völlig unverständlich“und „kontraproduktiv“ bewertet Vanessa Gaigg, Vorsitzende der Aktion Kritischer Schüler_innen Linz (AKS-Linz) die Diskussion um die Neue Mittelschule in Oberösterreich.

Die derzeitige Diskussion um die Neue Mittelschule geht ganz klar am Kern der Sache vorbei. „Einmal mehr wird deutlich, dass der ÖVP parteipolitische Interessen und Standespolitik mehr am Herzen liegen als der freie und gleiche Bildungszugang für alle Kinder“,zeigt sich Gaigg wenig verwundert.

Die Ablehnung von mehr als der Hälfte der Anträge auf eine Neue Mittelschule ist enttäuschend für viele Direktor_innen. „Dass diese wütend über den Verlauf und die Informationspolitik seitens des LSR sind, ist vollkommen verständlich. Allerdings darf man nicht vergessen,wieso es nicht möglich war mehr Schulen zu genehmigen: Die 10-Prozent-Hürde wurde auf Drängen des VP-Vizekanzlers Pröll eingeführt!“, stellt Gaigg verbreitete Unwahrheiten klar.

Die Neue Mittelschule ist ein Versuch, der gemeinsame Schule für alle in Österreich ein Stück näher zukommen. „Wir als AKS stehen zwar jeder Veränderung in Sachen gemeinsamer Schule positiv gegenüber, geben uns aber erst mit der flächendeckenden Einführung einer echten Gesamtschule zufrieden“, so Gaigg.

Weiters unklar bleibt,welches diffuse Spiel LSR-Präsident Enzenhofer und Landesrätin Hummer bezüglicheines „Oberösterreich-Modells“ betreiben: „Es scheint, als wollen die ÖVP-Politiker_innen die endgültige Aufsplitterung in 4 Schulmodelle vorantreiben, anstatt endlich eine gemeinsame Schule für alle zu ermöglichen.“

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