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30.04.2010<<< zurück

Wir wollen nicht ein Stück vom Kuchen, sondern die ganze Bäckerei!

Utl.: AKS spricht sich klar gegen das neue Bildungskonzept des ÖAAB aus und entlarvt die Forderungspunkte als Scheinmaßnahmen.

„Prinzipiell begrüßen wir natürlich die Einsicht des ÖVP-nahen ÖAAB, dass das österreichische Schulsystem nicht gerecht ist und großer Änderungsbedarf besteht“, so Vanessa Gaigg, Vorsitzende der Aktion kritischer Schüler_innen Linz (AKS-Linz). „Allerdings kratzen die Verbesserungsvorschläge bestenfalls an der Oberfläche des Problems und beheben nicht die Ursache!“, fordert Gaigg nach wie vor die flächendeckende Einführung der Gesamtschule in ganz Österreich.

Nach wie vor besitzen lediglich 10Prozent der Kinder mit Eltern, die eine Tertiätausbildung besitzen, selbst einen Uniabschluss. Im Gegensatz dazu kommen knapp 43 Prozent der Akademiker_innen selbst aus Akademiker_innenhaushalten. (Quelle:Statistik Austria). Als die wesentlichen Punkte des Konzeptes werden die Verbesserung der Durchlässigkeit von Hauptschulen und Gymnasien, mehr Geldmittel für die Bildung sowiedie Lehrer_innenausbildung genannt.

„Die Forderung von 170 Millionen Euro mehr für Schulbauten ist zwar zu begrüßen, geht uns aber noch zu wenig weit“, spricht sich Gaigg für die Bildungsmilliarde aus.

„Grundsätzlich ist also festzustellen, dass auch die ÖVP erkennt, dass ihre Bildungskonzepte überaltet sind und zu massiver sozialer Selektion führen. Wir sprechen uns aber trotzdem gegen Scheinmaßnahmen aus und fordern ein wirkungsvolles Gesamtpaket!“, so Gaigg abschließend.

Rückfragehinweis: Vanessa Gaigg,Vorsitzende der Aktion kritischer Schüler_innen Linz, 06502728398

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